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RÜCKBLICK 3. HESSISCHER INNOVATIONSKONGRESS 2019 (HIK2019)

Poetry Eröffnung

Lars Ruppel

Kongressbericht

Zukunft denkt anders: lebendige Innovationskultur in Hessen

Dort, wo das Neue beginnt,
Wo die Zukunft entsteht,
Wo das „Schon-immer-so“ endet,
Wo Rückenwind weht.
Lars Ruppel

So poetisch wurde der Technologie- und Innovationsstandort Hessen wohl noch nie beschrieben. Und das auch noch auf dem 3. Hessischen Innovationskongress (HIK2019) am 30. Oktober 2019. Lyrik und Innovation, passt das zusammen? Und ob. Die Veranstaltung im RheinMain CongressCenter Wiesbaden stand unter dem Motto: „Zukunft denkt anders“. Und das konnten mehr als 1.500 Teilnehmer einen ganzen Tag lang live erleben – Besucherrekord.

Innovation und Nachhaltigkeit gehören zusammen

Wo man weiß, dass man immer
Verantwortung trägt
Für den Planeten und jedes Herz,
Das auf diesem schlägt.
Lars Ruppel

In seiner Eröffnungsrede verwies Dr. Philipp Nimmermann, Staatssekretär im Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen, auf die Bedeutung von Innovationen: „Es geht darum, einen Strukturwandel zu begleiten, die sich uns bietenden Chancen zu nutzen und Klimawandel und Ressourcenknappheit zu begegnen. Innovationen führen auf neue Wege und zu neuen Lösungen. Ich wünsche mir, dass der Kongress hier viele Impulse gibt.“ Hessen biete als Innovationsstandort und Start-up-Region beste Voraussetzungen, müsse sich aber ständig weiterentwickeln. Start-ups bräuchten Netzwerke und eine vitale Gründungskultur. Nimmermann berief sich auf die Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) der Vereinten Nationen: „Wir tragen die Verantwortung dafür, Ressourcen zu schonen, das Klima zu schützen und trotzdem technologisch und wirtschaftlich erfolgreich zu sein. Das Prinzip der Nachhaltigkeit und eine dynamische Innovationskultur sind daher untrennbar miteinander verbunden.“ Hessen unterstütze Unternehmen dabei, solche Ideen zu entwickeln und zu verwirklichen.

Die digitale Zukunft: eine Tätigkeitsgesellschaft?

Da werden Weichen gestellt,
Da wird sich Großes getraut,
Über den Tellerrand raus,
Mit dem Kopf in der Cloud.
Lars Ruppel

Der erste Keynote Speaker war Richard David Precht, Zu Beginn seines Vortrags „Jäger, Hirten, Kritiker – eine Utopie für die digitale Gesellschaft“ erklärte er, welche Rolle er als Philosoph beim Thema Innovation einnehme: die des Betrachters aus der Vogelperspektive, mit Blick auf das große Ganze. Was er sieht? Den größten strukturellen Umbruch seit der ersten industriellen Revolution. Damals hätten Maschinen die Hand ersetzt, nun solle die Digitalisierung das Gehirn ersetzen, so Precht. Klar sei: Es gehe heute wie damals um die Zukunft der Arbeit.

Impulse für ein anderes Denken

Da sind vernetzte Traditionen
Und Zukunftsvisionen,
Aufbruchsstimmungskanonen
Und Innovationen.
Lars Ruppel

Aufbruchsstimmung herrschte im Track „Innovation Impulses“ schon ab neun Uhr morgens. Hier gab es die Antworten auf die Frage, was Innovation eigentlich ist. Für Oliver Dreber von Hara Do Kampf & Kommunikation ist das nicht nur eine Sache der Geisteshaltung, sondern auch der Körperhaltung. Um innovativ zu sein brauche man mehr als Ideen, nämlich neue Räume. Drebers Rat: Bei Innovationen nicht nur auf das Problem und den Nutzen schauen, sondern immer auf das Ganze.

Neue Ideen, neue Prozesse

Weißt du, man braucht Mut, neue Wege zu wagen,
Sonst passiert nichts auf dieser Welt.
Weißt du, dass Innovation nicht entsteht,
Wenn man die Krawatte weglässt und `nen Kicker aufstellt?
Lars Ruppel

Im Track „Innovation Update“ schilderten Dr. Carsten Ott und Dr. Margarethe Kessler von Hessen Trade & Invest in ihren Vorträgen, wie das Land die Innovationskultur fördert – auch in Kooperation mit der EU. Zwei hessische Unternehmen präsentierten innovative Ideen, die auf Wirkstoffen und Vorgängen aus der Natur basieren: Holger Rönitz von THC Pharm beschrieb, wie das traditionelle Heilmittel Cannabis durch neue Produktionstechnologien zum modernen Therapeutikum geworden ist. Dr. Jürgen Eck, CEO des Biotech-Unternehmens BRAIN AG, sprach über das Recycling von Edelmetallen mit Hilfe von Bakterien. So können die wertvollen Metalle in einem speziellen Gerät aus Verbrennungsaschen zurückgewonnen werden – einfach und umweltschonend.

Innovativ sein: So machen es die Großen

Wo Digitalisierung nicht nur
Ein Wort ist,
Wo du spürst, dass du jetzt
Am richtigen Ort bist.
Lars Ruppel

Was tun eigentlich große Unternehmen, um Innovationen voranzutreiben? Tobias Caspari, Leiter Additive Fertigung beim Technologiekonzern Heraeus, beschrieb, wie Innovation dort zunächst in kleinen und dann (auch finanziell) immer größeren Schritten organisch gewachsen ist: Heute gibt es ein eigenes Innovation Center und drei interne Start-ups. Oliver Hirschfelder von Siemens schilderte, wie sich mit Hilfe der innovativen Power-to-Gas-Technologie des Unternehmens ein wichtiges Problem erneuerbarer Energien lösen lässt – die Zwischenspeicherung.

Die nächste Generation – viel besser als ihr Ruf

Wo man weiß, wo man herkommt
Und wohin man will,
Dort stehen die Räder des Fortschritts
Nicht still.
Lars Ruppel

Einen regelrechten Innovationszirkus bei den großen Unternehmen sieht Sebastian Halecker, Professor für Entrepreneurship an der Beuth Hochschule Berlin. Angesichts der Digitalisierung mache sich Unsicherheit breit, da neue Märkte und unbekannte Herausforderungen vor uns lägen. Wer also soll die Zukunft in die Hand nehmen? Das Zauberwort heißt Entrepreneure. Alle wollen gründen, Start-ups sind das große Ding und Entrepreneure die großen Macher, so Halecker. Doch die Realität sehe anders aus: „Die Generationen X, Y und Z haben kein großes Interesse daran, sich selbstständig zu machen; ihr Ziel ist eher der sichere Staatsdienst.“ Man spreche nicht umsonst auch von der Generation MeMeMe. Deshalb schlägt Halecker vor: Unternehmerisches Denken muss schon bei Kindern gefördert werden, denn sie seien risikofreudig und begabt – bis sie in die Schule kämen. Zudem gelte es, mehr Verständnis für Entrepreneuship in der Gesellschaft und in Unternehmen zu schaffen.

Der Tag der 1000 Möglichkeiten

Wo man ein Netzwerk entdeckt,
Das wächst und gedeiht,
In dem jedes Mitglied weiß:
„Jetzt ist unsere Zeit“.
Lars Ruppel

Der HIK2019 präsentierte sich so abwechslungsreich und lebendig wie die hessische Innovationskultur. Zum einen durch die spannenden Keynotes und Vorträge, zum anderen durch das umfangreiche Rahmenprogramm, das ab acht Uhr morgens nonstop selbst während der Pausen lief. Schon draußen vor dem Gebäude konnte man im Innovation Truck der Bundesregierung neue Technologien und Ideen erleben. Drinnen im RheinMain CongressCenter erwartete die Teilnehmer ein vielseitiges Programm: In der Speakers´ Corner trugen Start-ups und Visionäre ihre Ideen in Kurzpitches vor. Im Innovation Cinema liefen 65 Videos über Innovationen. Beim Partnering wurden neue Geschäftsverbindungen geschlossen.
Und im Coaching Café hatten die Berater von morgens bis abends Rush Hour.

Impressionen #HIK2019

Galerie Stages

Galerie Innovationen

Galerie Netzwerk

Poetry Abschluss

Lars Ruppel

Dolores Reisenauer
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