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19.07.2021

KI-basierte Geschäftsmodelle für den Mittelstand: h_da beteiligt an Aufbau digitaler Wissensplattform

Künstliche Intelligenz (KI) setzt sich im Alltag durch, etwa in Sprachassistenten. Kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) hingegen nutzen KI für neue Geschäftsfelder noch zurückhaltend, ihnen fehlen meist Wissen und Ressourcen. Hier knüpft das Forschungsprojekt WIWIEN an, an dem auch die Hochschule Darmstadt (h_da) beteiligt ist. Bis 2024 ist der Aufbau einer digitalen Wissensplattform geplant, die es dem produzierenden Mittelstand ermöglichen soll, neue und KI-basierte Service-Geschäftsmodelle zu entwickeln und umzusetzen. Gefördert wird das Vorhaben vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit 1,56 Millionen Euro.

Gerade produzierende kleine und mittelständische Unternehmen stehen im Angesicht der Digitalisierung vor der Herausforderung, ihr Geschäftsmodell zu erweitern. Aussichtsreich sind datenbasierte Dienstleistungen, etwa Angebote rund um Service, Wartung oder Schulung. „KI-basierte Algorithmen können hier dabei helfen, neue Geschäftsmodelle oder Serviceinnovationen anzustoßen und zu etablieren“, sagt Prof. Dr. Jörg von Garrel vom Fachbereich Gesellschaftswissenschaften der h_da. „Die nun entstehende Wissensplattform soll es den Beschäftigten mittelständischer Unternehmen ermöglichen, einfach umsetzbare Vorgehensweisen, Methoden und gute Beispiele für die Erarbeitung KI-basierter Geschäftsmodelle an die Hand zu bekommen.“

An WIWIEN ist ein Konsortium aus fünf Partnern beteiligt. Die Hochschule Darmstadt verantwortet die intuitive und verständliche Gestaltung der auf der digitalen Plattform einmal abrufbaren Wissensmodule. Zudem entwickelt das Forschendenteam um Prof. Dr. Jörg von Garrel Maßnahmen zur Akzeptanzsteigerung der Wissensplattform und setzt diese um. Die inhaltliche Konzeption der Wissensplattform und die Entwicklung von Geschäftsmodellszenarien verantwortet insbesondere das Fraunhofer-Institut für Fabrikbetrieb und –automatisierung. Die Mittelständler Form+Test und Zorn Instruments formulieren ihre Anforderungen und erproben die neuartige Plattform. Die Internetagentur Cosmo Code verantwortet die modellhafte Realisation der Wissensplattform.

Ziel der Projektpartner ist neben dem Aufbau der Wissensplattform die prototypische Umsetzung KI-basierter Service-Geschäftsmodelle im produzierenden Mittelstand bis Anfang 2024. „Die Plattform soll nicht nur als Daten- und Informationsplattform fungieren. Sie soll dabei helfen, sowohl unternehmensintern ein Netzwerk für KI-basierte Geschäftsmodelle zu spannen, als auch organisationsübergreifend unter Mittelständlern, deren Kundschaft oder auch mit Profis in der Entwicklung von KI-Algorithmen“, sagt Prof. Dr. Jörg von Garrel.

Das Projekt „Wissensdomänen durch eine digitale Wissensplattform zur Entscheidungsunterstützung für die effektive und effiziente Erarbeitung von KI-basierten (Service)Geschäftsmodellen innovativ gestalten“ (WIWIEN) wird vom BMBF im Rahmen der Fördermaßnahme „Zukunft der Arbeit: Mittelstand  - innovativ und sozial“ gefördert. Für die bis zum 28.02.2024 vorgesehene Projektlaufzeit werden 1,56 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Das Projektvolumen beträgt insgesamt 2,26 Millionen Euro.

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