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04.10.2019

Merck intensiviert Forschungsaktivitäten im Kampf gegen Bilharziose

Vernachlässigte Tropenkrankheit betrifft weltweit fast 240 Millionen Menschen und führt jährlich zu rund 200.000 Todesfällen

Darmstadt - Merck hat heute die Intensivierung seiner Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten im Rahmen seines integrierten Programms zur Ausrottung von Bilharziose (Schistosomiasis Elimination Program) bekannt gegeben. Ziel ist die Entwicklung und Bereitstellung von neuartigen, nachhaltigen Gesundheitslösungen zur Bekämpfung der Tropenkrankheit Bilharziose.

Mögliche Folgen der Bilharziose können chronische, potenziell tödlich verlaufende Organentzündungen, Blutarmut, ein verzögertes Wachstum sowie eine verminderte Lernfähigkeit sein, die schwerwiegende Konsequenzen für das Leben junger Kinder nach sich ziehen können. © Merck
Mögliche Folgen der Bilharziose können chronische, potenziell tödlich verlaufende Organentzündungen, Blutarmut, ein verzögertes Wachstum sowie eine verminderte Lernfähigkeit sein, die schwerwiegende Konsequenzen für das Leben junger Kinder nach sich ziehen können. © Merck

So initiierte das von Merck unterstützte Pediatric Praziquantel Consortium kürzlich eine klinische Phase-III-Studie zur Prüfung einer neuen Praziquantel-Formulierung zur Behandlung von Bilharziose bei Kindern im Vorschulalter in Kenia. Diese klinische Studie wird bald auch in der Elfenbeinküste durchgeführt.

„Als eines der führenden Unternehmen im Kampf gegen Bilharziose wird Merck durch die Entwicklung nachhaltiger Innovationen einen maßgeblichen Beitrag zur Eindämmung und Ausrottung der Krankheit leisten“, sagte Petra Wicklandt, Leiterin Corporate Affairs bei Merck. „Das Programm des Pediatric Praziquantel Consortium hat beachtliche Fortschritte erzielt. Der Start der Phase-III-Studie, den ich persönlich während eines Besuchs des Studienzentrums im kenianischen Homa Bay miterleben durfte, ist nur einer von zahlreichen Belegen der jüngsten Fortschritte.“

„Es ist wichtig, dass es Medikamente für jüngere Kinder gibt, um den Behandlungsbedarf von infizierten Kindern im Vorschulalter zu decken. Mit der heutigen Investition sichern wir die Zukunft unserer zukünftigen Generation“, sagte Dr. Maurice Odiere, leitender Prüfarzt der Phase-III-Studie zur pädiatrischen Formulierung und Principal Research Officer am Kenya Medical Research Institute (KEMRI).

Merck bündelt seine Forschungsinitiativen gegen die tückische Wurmerkrankung im unternehmenseigenen Global Health Institute. Hierzu zählen unter anderem Projekte zur Entwicklung neuer oder modifizierter Behandlungen, Bilharziose-Diagnostika, Technologien zur Eindämmung der Übertragung sowie Bildungskonzepte zur Stärkung von Gesundheitssystemen in Ländern mit geringem oder mittlerem Einkommen.

In Zusammenarbeit mit seinen Partnern forscht Merck nach Wirkstoffen für neue Behandlungen. So hat das Unternehmen erst kürzlich mehrere Substanzen von Salvensis und der London School of Hygiene & Tropical Medicine übernommen mit dem Ziel, potenziell neue Wirkstoffkandidaten für die Prävention und Behandlung von Bilharziose zu identifizieren. Außerdem kooperiert Merck mit der Foundation for Innovative New Diagnostics (FIND) und der Bill & Melinda Gates Foundation zur Entwicklung eines neuen, empfindlichen Diagnose-Schnelltests für ein verbessertes Mapping und einen besseren Nachweis von Bilharziose-Fällen. Darüber hinaus investiert das Unternehmen in innovative Technologien zur Vektorkontrolle und für sauberes Wasser, um die Übertragung einzudämmen. Die kürzlich bekannt gegebene Partnerschaft zwischen Eisai und Merck setzt genau hier an.

Ergänzend zu diesen Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten spendet Merck jährlich bis zu 250 Millionen Praziquantel-Tabletten zur Behandlung von Bilharziose an die Weltgesundheitsorganisation (WHO). Weltweit sind mehr als 240 Millionen Menschen von der Erkrankung betroffen, insbesondere in Gemeinden mit unzureichenden Hygienebedingungen und ohne Zugang zu sauberem Trinkwasser. An den Folgen von Bilharziose sterben jedes Jahr schätzungsweise 200.000 Menschen.

 

Quelle: Pressemitteilug Merck

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