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23.06.2020

Startup aus israelischem Innovationslabor von Merck vermarktet neuartige Sensoren für die vorausschauende Wartung

  • Erstes kommerzielles Produkt von Feelit erfolgreich gedruckt und getestet
  • Gedruckte Elektronik zur Überwachung von industriellen Produktionsprozessen
  • Fokus des Merck-Innovationslabors PMatX in Israel liegt auf Elektronik der nächsten Generation

Merck, ein führendes Wissenschafts- und Technologieunternehmen, hat heute die Markteinführung des ersten kommerziellen Produkts von Feelit bekannt gegeben. Das in Haifa ansässige Startup mit Schwerpunkt auf Industrie 4.0 war Teilnehmer des Innovationslabors PMatX von Merck in Israel, dessen Fokus auf Elektronik der nächsten Generation liegt. RetroFeel™, das erste Produkt des Unternehmens, kombiniert ein drahtloses Edge-Gerät und einen Aufklebesensor mit gedruckter Nanotechnologie, der strukturelle Veränderungen in mechanischen Teilen und Systemen erkennt und in der Lage ist, bevorstehende Störungen vorherzusagen. Anwendung findet die Sensorlösung in verarbeitenden Industrien wie der Pharma-, Lebensmittel-, Öl- und Gasindustrie sowie in der Halbleiterfertigung.

„Unser Produkt funktioniert – es wurde von Merck, einem führenden Arzneimittelhersteller, getestet und für hilfreich befunden“, sagte Gady Konvalina, CEO von Feelit. „Auch die Eigeninstallation nach Anleitung hat sich bewährt. Diesen neuen Remote-Ansatz haben wir während der Corona-Krise entwickelt. Mit Hilfe unserer onlinebasierten Schulung und Unterstützung haben unsere Kunden den Sensor selbst installiert und ihn dann eingesetzt, um den ordnungsgemäßen Betrieb und die Integrität der Produktionsanlagen zu überwachen.“

Die Merck-Mitarbeiter, die die Sensoren zuerst testeten und einsetzen, sagten: „Wir verwenden die gedruckten Sensoren zur Messung von Druck und Temperatur in Prozessen mit sterilen oder aggressiven Substanzen, bei denen wir den Kontakt mit den Prozessmedien verhindern wollen. Darüber hinaus setzen wir die Sensoren von Feelit bei Membranventilen ein, um einen Funktionsverlust der Membran zu erkennen, bevor sie reißt, um den Austritt von Chemikalien oder biologischen Substanzen zu vermeiden.“

Nach erfolgreichem Abschluss zweier Pilotversuche mit den auf Nanomaterialien basierenden Sensoren zur Überwachung von Produktionsausrüstung hat Feelit den Vertrieb seines Produkts aufgenommen und führt weltweit weitere Versuche durch. Die Sensoren lassen sich in Minutenschnelle auf der Oberfläche eines Objekts anbringen und problemlos mit der entsprechenden Software verbinden.

Feelit verfügt über ein multidisziplinäres Team und hat sich auf das industrielle Internet der Dinge (IIoT) spezialisiert. Die Sensoren des Unternehmens ermöglichen eine Erkennung des strukturellen Zustands und können jeden Gegenstand zu einem smarten Objekt machen. Seit seiner Aufnahme in das Programm von Merck in Israel hat Feelit dank der vollumfänglichen Unterstützung in Form von Einrichtungen, Mentoring und Vertriebserfahrung enorme Fortschritte gemacht. Für den Produktionsanlauf seiner RetroFeel-Sensoren nutzte das Unternehmen den halbindustriellen Tintenstrahldrucker im PMatX-Innovationslabor. Von anfangs nur wenigen Sensoren pro Tag wurde die Produktionskapazität dank der Skalierbarkeit des Druckprozesses auf täglich mehrere Hundert Stück erhöht. Nach seinem ersten Geschäftsjahr unterzeichnete Feelit eine Dienstleistungsvereinbarung mit dem PMatX-Innovationslabor, um die Produktion weiterer Sensoren für gewerbliche Zwecke fortzuführen. Das Unternehmen will in den kommenden zwei Jahren mehrere Tausend Sensoren herstellen. Bis 2024 sollen die Produktionskapazitäten deutlich ausgebaut werden.

Feelit war das erste Startup im Innovationslabor PMatX in Israel, das von Merck geleitet und von M Ventures betrieben wird. Die Gründung von PMatX mit Fokus auf Elektronik der nächsten Generation wurde vom Technology-Innovation-Lab-Programm der israelischen Innovationsbehörde „Israel Innovation Authority (IIA)“ gefördert.

Das in unmittelbarer Nähe zum israelischen Forschungs- und Entwicklungsstandort von Merck in Yavne angesiedelte Innovationslabor PMatX beherbergt derzeit zwei weitere Startups (Pilltracker mit Fokus auf Therapieadhärenz sowie PxE aus dem Bereich Computational Imaging). In Yavne befindet sich auch der Healthcare- und Life-Science-Inkubator von Merck namens BioIncubator, der 2011 aufgesetzt wurde.

Merck ist eine feste Größe im Innovationsökosystem Israels. Das Unternehmen beschäftigt in dem Land an seinen Standorten in Yavne, Herziliya, Rehovot und Jerusalem über 300 Mitarbeiter, zumeist Wissenschaftler. Die drei Unternehmensbereiche Healthcare, Life Science und Performance Materials sind mit F&E-Standorten in Israel vertreten.

Über FeelitFeelit™
Technologies hat mit RetroFeel™ eine einzigartige nanotechnologische Sensor-basierte Plattform entwickelt, die strukturelle Veränderungen in mechanischen Teilen und Systemen erfasst und zu erwartende Störungen anzeigt.Die Nanotinte des Unternehmens wird auf einen biegsamen Aufkleber gedruckt. Dieser wird quasi als „elektronische Haut“ auf technische Anlagen und Ausrüstung geklebt und kann so die strukturellen Eigenschaften und Materialveränderungen eines Objekts in Echtzeit erfassen. RetroFeel kann in jedem Material strukturelle Zustandsveränderungen aufspüren und auswerten und so kritische Probleme vorhersagen. Dadurch werden Stillstandzeiten, Energieverlust und Wartungskosten verhindert und maßgebliche Einsparungen durch optimierte Ausbeute ermöglicht.

Über M Ventures
M Ventures ist der strategische Corporate-Venture-Capital-Arm von Merck. Seine Aufgabe ist die Investition in innovative Technologien und Produkte mit potenziell signifikanten Auswirkungen auf die Kerngeschäftsbereiche des Unternehmens. M Ventures mit Hauptsitz in Amsterdam sowie Niederlassungen in den USA und Israel investiert weltweit in bahnbrechende Konzepte großartiger Unternehmer. M Ventures übernimmt in seinen Portfolio-Unternehmen eine aktive Rolle und arbeitet gemeinsam mit Unternehmern sowie Mitinvestoren daran, Innovationen in geschäftliche Erfolge umzusetzen. M Ventures konzentriert sich insbesondere auf Investitionen in der Frühphase sowie Unternehmensgründungen, einschließlich der Gründung von Spin-offs, bei denen auf die wissenschaftliche und technologische Basis von Merck aufgesetzt wird. Weitere Informationen finden Sie unter www.m-ventures.com.

Quelle: Merck
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