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28.01.2026

KI-Robotikbooster: Flaggschiff-Maßnahme der Hightech Agenda Deutschland

Als Teil der Hightech Agenda Deutschland wird 2026 ein „KI Robotikbooster“ gezündet.

Durch den Ausbau von Forschungslaboren, Leitprojekte für KI-basierte Mehrzweckroboter und den Aufbau von Transferzentren wird die akademische Grundlagenforschung mit der industriellen Entwicklung und Anwendung verzahnt um die Potenziale verkörperter Künstlicher Intelligenz in Deutschland systematisch zu erschließen. Die Bundesregierung unterstützt Wissenschaft und Forschung dabei, den Transfer von Forschung in die Innovation, von der Innovation in das Produkt und vom Produkt in die Anwendung zu bringen.

Die Hightech Agenda Deutschland (HTAD) steht für ein neues Ambitionsniveau in der Forschungs- und Technologiepolitik. Sie steckt klare Ziele und unterlegt diese mit konkreten Maßnahmen in sechs prioritären Schlüsseltechnologien. Eine davon ist die Flaggschiff-Maßnahme „KI-Robotikbooster“ als Teil der Schlüsseltechnologie „Künstliche Intelligenz“: „Wir zünden 2026 einen ‚KI-Robotikbooster‘ mit Leitprojekten für Mehrzweckroboter, mit Schaufenstern für ‚verkörperte Künstliche Intelligenz‘ (embodied AI), die die Anwendungspotenziale der Technologie für die Wirtschaft aufzeigen, mit dem gezielten Ausbau der Forschungsinfrastruktur für Wissenschaft und Wirtschaft und mit dem Aufbau von Erprobungs- und Weiterbildungszentren.“

Mit diesen zusätzlichen Maßnahmen wird die Basis gelegt, um die Forschung und den Transfer der Innovation in das Produkt und in die Anwendung in der Breite und Wertschöpfung weiter voranzutreiben. Zum Start des KI-Robotikboosters hat das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) ein Konzeptpapier veröffentlicht:

Konzeptpapier „Flaggschiff-Maßnahme der Hightech Agenda Deutschland: KI-Robotikbooster“ (pdf)

In die Ausgestaltung des Konzeptpapiers und des geplanten Förderrahmens sind Ideen aus Wissenschaft und Wirtschaft eingeflossen.

Geplante Fördermaßnahmen


Der KI-Robotikbooster wird vom Roadmapping der HTAD begleitet und wird darauf mit einem erweiterten Fokus auf Transfer, Kommerzialisierung und das Heben von Wertschöpfungspotenzialen aufbauen. Zur Umsetzung sind vorerst drei Förderbekanntmachungen geplant, die sich synergetisch ergänzen: Vom Labor über konkrete Mehrzweckroboter bis hin zum Aufbau von Transferzentren.

  1. Förderrahmen „Forschungslabore Robotik“
    Durch den Ausbau von Forschungslaboren (z. B. Rechen-, Daten- und Software-Infrastruktur, Forschungsplattformen, Messgeräte) an Hochschulen (HS) und außeruniversitären Forschungseinrichtungen (FE) soll die Basis für kollaborative Forschung in zukünftigen Forschungs- und Entwicklungsprojekten sowie in der Fachkräfteausbildung gelegt werden. Die beteiligten Einrichtungen erbringen einen erheblichen Eigenanteil durch die Übernahme des fortlaufenden Betriebs der Forschungslabore. Die Investitionen sollen sich komplementär in die bestehende Forschungsinfrastruktur des Robotics Institute Germany (RIG) einfügen und sich an den RIG-Forschungsclustern bzw. der RIG-Forschungsroadmap ausrichten. Die Laborinfrastruktur soll kurzfristig ausgebaut werden, um u. a. für die Maßnahmen (2) und (3) zur Verfügung zu stehen.
  2. Förderrahmen „KI-basierte Mehrzweckroboter“
    In drei bis vier großen Leitprojekten sollen Wissenschaft und Industrie gemeinsam innovative KI-basierte Mehrzweckroboter (z. B. Humanoide, Animaloide, Drohnen) erforschen. Dies umfasst die Entwicklung von Roboterkomponenten und -plattformen wie auch deren Erprobung für neuartige Anwendungen. Die Projekte sollen zum Aufbau eines Ökosystems aus Entwicklern von Technologiebausteinen, Tools und Applikationen sowie Anwendern beitragen, um eine perspektivische Entwicklung und skalierbare Produktion der KI-basierten Mehrzweckroboter in Deutschland zu ermöglichen sowie dazu, die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Potenziale zu erschließen. Für die Koordination des Ökosystems, den wissenschaftlich-technischen Austausch und die Schaffung von Synergien ist eine angemessene Einbindung des RIG einzuplanen. Für die Projekte kann insbesondere die Forschungsinfrastruktur aus den Maßnahmen (1) und (3) genutzt werden.
  3. Förderrahmen „Transferzentren“
    Durch Aufbau von Transferzentren sollen regionale Kompetenzen gestärkt werden. Die Zentren sollen am Industriebedarf und an der RIG-Forschungsroadmap ausgerichtet werden und Synergien mit bestehenden Initiativen heben. Eine Kofinanzierung durch Sitzländer und Industrie wird angestrebt. Die Transferzentren sollen mit Forschungsinfrastruktur (z. B. Reallabore, Test- und Validierungsumgebungen, Rechen- und Simulationsinfrastruktur, Sicherheits- und Zertifizierungszonen) für die kollaborative Forschung zwischen Wissenschaft und Industrie ausgestattet werden und den Anwendungstransfer beschleunigen. Besonders KMU und Start-ups sollen Strukturen zum Testen KI-basierter Robotiklösungen über Transferprojekte zur Verfügung stehen. Für den Aufbau von Kompetenzen für Planung, Betrieb und sichere Integration von Robotiklösungen in KMU sollen geeignete Weiterbildungsprogramme in die Zentren integriert werden. Die inhaltliche und organisatorische Ausgestaltung der Transferzentren erfordert einen intensiven Austausch zwischen Wissenschaft, Industrie, Sitzländern und Bund. Daher sollen 2026 in einem geförderten Konzeptwettbewerb über sechs Monate konkrete und belastbare Umsetzungs- und Verstetigungskonzepte erarbeitet werden. In diese Konzepte sollen auch verbindliche Commitments von Industrie und Ländern aufgenommen werden. Im Ergebnis sollen bis zu drei Transferzentren ausgewählt und ab Anfang 2027 aufgebaut werden. Die Zentren sollen an das RIG angemessen angebunden werden.

Weitere Informationen


Bei Interesse am KI-Robotikbooster besteht die Möglichkeit, sich für einen Info-Newsletter anzumelden, mit dem wir u. a. über anstehende Veranstaltungen und Events zum KI-Robotikbooster informieren werden:

Anmeldung: Info-Newsletter zum KI-Robotikbooster

Zeitplan

  • Ab Januar 2026: Informationsgespräche mit interessierten Partnern
  • Februar 2026: Veröffentlichung der Förderbekanntmachungen
  • Februar / März 2026: Informationsveranstaltungen zu den Förderbekanntmachungen
  • März / April 2026: Skizzeneinreichung „Forschungslabore Robotik“
  • April 2026: Skizzeneinreichung „KI-basierte Mehrzweckroboter“ und Konzeptionsphase „Transferzentren“
  • Juni 2026: Förderbeginn „Forschungslabore Robotik“
  • Juli 2026: Förderbeginn Konzeptionsphase „Transferzentren“
  • Dezember 2026: Förderbeginn „KI-basierte Mehrzweckroboter“
  • Q1/Q2 2027: Förderbeginn Aufbauphase „Transferzentren“

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