UNU-INWEH-Bericht zum Thema "Globaler Wasserbankrott"
Der Bericht analysiert den anhaltenden 'Überziehungsgrad' von Wassersystemen durch die Übernutzung erneuerbarer Ströme und langfristiger natürlicher Speicherung jenseits sicherer Grenzen. Es stellt fest, dass viele Flussbecken und Grundwasserleiter in einen Postkrisenzustand geraten sind, in dem historische Basislinien ohne transformative Veränderungen nicht mehr erreichbar sind.
Vor dem Hintergrund chronischer Grundwassererschöpfung, Überverteilung von Wasser, Land- und Bodendegradation, Abholzung und Umweltverschmutzung – alles verschärft durch den Klimawandel – kommt der Bericht zu dem Schluss, dass viele Regionen über ihre hydrologischen Möglichkeiten hinaus leben und zahlreiche kritische Wassersysteme bereits faktisch 'bankrott' sind. Sie fordert wissenschaftlich fundierte Anpassung an eine neue hydrologische Realität.
Der Bericht fordert Regierungen und das System der Vereinten Nationen auf, die UN-Wasserkonferenzen 2026 und 2028, das Ende des Water Action Decade 2028 und die SDG-Frist 2030 zu nutzen, um die globale Wasseragenda neu zu gestalten und Wasser als Brücke für Frieden, Klimaschutz, Biodiversitätsschutz und Ernährungssicherheit zu positionieren.