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10.02.2026

Synthetische Mikrobiologie: Team der Uni Marburg kommt unter die Top Five bei internationalem „iGEM”-Wettbewerb

Bereits dreimal hatte ein Team von Studierenden aus der Synthetischen Mikrobiologie beim „iGEM“-Wettbewerb Platz eins belegt. Dieses Mal reichte es nicht zu Platz eins, aber zu einer Platzierung unter den Top Five.

Studierende der Uni Marburg waren auch bei der jüngsten Austragung des iGEM-Wettbewerbes wieder erfolgreich. Im Finale des bedeutendsten internationalen Wettbewerbs der Synthetischen Biologie in Paris errangen sie drei Preise und drei Nominierungen und landeten in ihrer Wettbewerbskategorie erneut in der Spitzengruppe, teilte die Marburger Uni-Pressestelle jetzt mit. In den Jahren 2018, 2021 und 2024 hatte ein „iGEM“-Team der Uni Marburg jeweils den Gesamtsieg in dem Wettbewerb errungen.

Das Marburger Team hatte sich für den „iGEM 2025″-Wettbewerb mit der gezielten Veränderung der Naturstoffsynthese zur Erzeugung neuer Antibiotika beschäftigt, die dringend für die Bekämpfung multiresistenter Krankenhaus-Keime benötigt werden. Das Team hat hierbei eine Plattform entwickelt, mit der die Produkte von hochkomplex aufgebauten Biosynthese-Maschinen aus Bakterien gezielt verändert werden können.

Der „international Genetically Engineered Machine (iGEM) competition“ ist ein internationaler Wettbewerb für Studierende auf dem Gebiet der synthetischen Biologie. Er wird von der gleichnamigen Stiftung ausgerichtet und verfolgt das Ziel, Studierende zum eigenständigen und innovativen Forschen bereits während ihres Studiums anzuregen. In der synthetischen Biologie bauen Forscherinnen und Forscher vorhandene biologische Bausteine um oder kombinieren genetische Bausteine neu, um damit besondere und neuartige biologische Eigenschaften zu entwickeln.

Das Team wurde von der Stadt Marburg, Hessen Trade & Invest, den Behring-von-Röntgen- und Else-Kröner-Fresenius-Stiftungen sowie zahlreichen weiteren Firmen unterstützt.

„Die von unserem Team erzielten Ergebnisse stellen auch für die Fachwelt einen nennenswerten Durchbruch dar, da die im Rahmen des Wettbewerbs entwickelte Plattform die Möglichkeit bietet, auf biosynthetischem Wege mit hohem Durchsatz eine Vielzahl von neuartigen, naturbasierten Wirkstoffen zu produzieren und diese im Labormaßstab auf ihre Aktivität gegenüber multiresistenten Keimen zu testen“, erklärt der molekulare Pflanzenphysiologe Professor Lars Voll. Er betreute das Studierendenteam gemeinsam mit dem Naturstoffchemiker Professor Helge Bode, der Klinischen Mikrobiologin Professorin Dr. Isabelle Bekeredjian-Ding und dem Enzymdesigner Dr. Adrian Bunzel aus dem Zentrum für Synthetische Mikrobiologie (Synmikro).

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