11.03.2026
Förderung von Projekten zu den Themen „Intelligente Funktionsmaterialien für adaptive Systeme“ sowie „Substitution von per- und polyfluorierten Alkylsubstanzen“ als transnationale Verbundvorhaben
Förderfähig im Rahmen dieser Richtlinie sind anwendungsorientierte Forschungsarbeiten des vorwettbewerblichen Bereichs, die durch ein hohes wissenschaftlich-technisches Risiko gekennzeichnet sind. Die entwickelten Materialien sollen eine angemessene industrielle Hebelwirkung aufweisen. Dafür sind der Anwendungsbereich, das Marktpotenzial sowie der perspektivische Industrietransfer darzustellen. Gefördert werden Forschungsarbeiten zu den nachfolgenden Forschungs- und Entwicklungsschwerpunkten:
- Intelligente Funktionsmaterialien für adaptive Systeme
Es sollen intelligente Funktionsmaterialien für adaptive Systemen erforscht und entwickelt werden. Dazu ist mindestens eine definierte Funktionalität zu verbessern, um die Performance zu steigern. Mit Funktionalität sind Materialeigenschaften gemeint, die sich gezielt, aktiv und reversibel aufgrund von äußeren Einflüssen verändern lassen. Das Potenzial der intelligenten Funktionsmaterialien zur Erhöhung der Ressourcenschonung beziehungsweise Nachhaltigkeit ist dabei darzustellen. Weiterhin sind digitale Methoden wie zum Beispiel computergestützte Materialentwicklung, Modellierung von Eigenschaften und Prozessen oder Maschinelles Lernen zur Vorhersage von Materialeigenschaften zu berücksichtigen. - Substitution von per- und polyfluorierten Alkylsubstanzen (PFAS)
Gefördert werden Forschungs- und Entwicklungsvorhaben zur Entwicklung von Substitutionsmaterialien für per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen. Die Arbeiten können sowohl Entwicklungen von Ersatzmaterialien zu PFAS-Polymeren adressieren als auch alternative Materialherstellungsrouten beinhalten, in denen niedermole¬kulare PFAS substituiert werden. Die Performance der Ersatzmaterialien sollte für ihren Anwendungsbereich geeignet sein. Die ökologische Relevanz der Entwicklung des Ersatzmaterials beziehungsweise die zu erwartende Absenkung der Umweltbelastung durch das Ersatzmaterial sollte ausreichend hoch sein. Das heißt, das Emissionspotenzial der zu ersetzenden PFAS in die Umwelt ist aufzuzeigen und es ist darzulegen, dass die Ersatzmaterialien ein im Vergleich zu PFAS gemindertes Gefährdungspotenzial aufweisen. Die Betrachtung des gesamten Lebenszyklus des zu entwickelnden Ersatzmaterials hinsichtlich der Aspekte Materialsicherheit und Nachhaltigkeit sind zu adressieren.