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16.03.2026

Mehr Masten, mehr Tempo, mehr Empfang

Hessens Digitalministerin Prof. Dr. Kristina Sinemus hat gemeinsam mit den vier Mobilfunknetzbetreibern Deutsche Telekom, o2 Telefónica, Vodafone, und 1&1 in Wiesbaden den neuen Masterplan Mobilfunk vorgestellt. Ziel ist es, bis 2030 mit 99,5 Prozent Abdeckung eine nahezu flächendeckende Mobilfunkversorgung über alle Netze in Hessen zu erreichen – für verlässlichen Empfang im Alltag und für starke Wirtschaftsstandorte. „Unsere Digitalstrategie von 2021 hat eine klare Vision formuliert: flächendeckende Netze als Grundlage für Innovation, Wettbewerbsfähigkeit und gleichwertige Lebensverhältnisse. Mit dem Masterplan Mobilfunk 2030 setzen wir diese Vision nun final um. Der Masterplan ist weit mehr als ein Ausbauprogramm. Er bündelt alle rechtlichen, wirtschaftlichen und technologischen Hebel zu einer integrierten Ausbauoffensive für ein flächendeckend vernetztes Hessen. Für mehr Masten, mehr Tempo und mehr Empfang“, so Digitalministerin Prof. Dr. Kristina Sinemus.

Drei zentrale Bausteine

Der Masterplan umfasst drei zentrale Bausteine: Erstens wird der marktwirtschaftliche Ausbau durch eine dritte Mobilfunkvereinbarung zwischen Landesregierung und Netzbetreibern gestärkt. Bis Ende 2029 sollen rund 4.000 zusätzliche Standorte neu entstehen oder modernisiert werden. Damit knüpft das Land an die beiden bisherigen Vereinbarungen an, in deren Rahmen bereits knapp 11.000 Standortmaßnahmen – also Neubauten und Modernisierungen – umgesetzt wurden. Ein erstmals abgestimmtes Vorgehen von Mobilfunk- und Stromnetzbetreibern sorgt zudem für eine schnellere Stromanbindung neuer Masten.

Zweitens wurde der Ausbau – vor allem für den ländlichen Raum relevant – als „überragendes öffentliches Interesse“ eingestuft, was Verfahren weiter beschleunigt und maßgebend auf eine Bundesratsinitiative des Hessischen Digitalministeriums zurückging. Zudem wird der bestehende Rechtsrahmen konsequent genutzt, um den Ausbau zu beschleunigen – insbesondere entlang von Verkehrswegen. So wurde die Hessische Bauordnung mehrfach angepasst. Kern der jüngsten Reform ist eine Genehmigungsfiktion, mit der Mobilfunkmasten nach drei Monaten automatisch als genehmigt gelten können.

Drittens sollen schwer erschließbare Restgebiete künftig über Satellitentechnologie versorgt werden. Schon heute ermöglichen moderne Smartphones Notfallnachrichten via Satellit. Perspektivisch werden auch Telefonie und weitere Anwendungen direkt über Satellitennetze möglich sein – ganz ohne Mast vor Ort. Mit dem 6G-Testfeld am Bertramshof in Frankfurt wird Hessen zudem zum Zukunftslabor der nächsten Mobilfunkgeneration. Das stärkt den Technologiestandort Hessen und leistet einen Beitrag zur digitalen Resilienz Europas. „2021 haben wir auch in unserer Digitalstrategie formuliert, dass Hessen beim 6G-Start eine Pole Position einnehmen soll. Wir haben Wort gehalten. Mit dem Masterplan Mobilfunk 2030 sorgen wir dafür, dass ganz Hessen vernetzt ist – heute, morgen und in der nächsten Technologiegeneration. Das ist moderne Daseinsvorsorge und unser Weg in die digitale Zukunft“, ergänzte Sinemus.

 

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