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22.05.2026

Neue Studie: “Europe's Semiconductor Business Case: A Demand-Driven Perspective for a Competitive and Resilient Microelectronics Ecosystem”

Die Studie „Europe’s Semiconductor Business Case“ zeigt, warum Europa jetzt entschlossen in ein wettbewerbsfähiges und resilientes Mikroelektronik-Ökosystem investieren muss. Sie belegt, dass die Nachfrage nach Halbleitern in Europa langfristig wächst und ordnet die zentralen Handlungsfelder für Politik und Industrie ein.

Als Treiber von Innovationen in den Bereichen Künstlicher Intelligenz, Mobilität, Medizintechnik, Verteidigung und weiteren Kernindustrien steht die Mikroelektronik im Zentrum geopolitischer Spannungen. In der aktuellen Debatte liegt der Fokus jedoch häufig auf politischen Instrumenten, ohne die Marktmechanismen und wirtschaftlichen Realitäten der Branche ausreichend zu berücksichtigen.

Mit der neuen Studie soll die Perspektive erweitert werden: Analysiert werden Kosten, Standortfaktoren und die regionale Nachfrage, um einen umfassenden, nachfrageorientierten Business Case für die Mikroelektronik in Europa zu entwickeln. Denn letztlich sind es die Investitionsentscheidungen der Unternehmen, die die Zukunft der europäischen Mikroelektronikindustrie bestimmen.

Die Ergebnisse der Studie:

  • Die Nachfrage nach Mikroelektronik in Europa ist bereits heute hoch und wächst dynamisch – über alle wichtigen Anwenderindustrien und Technologiebereiche hinweg. Bis 2040 wird sich der Mikroelektronik-Bedarf voraussichtlich verdoppeln. Treiber dieser Entwicklung sind Elektrifizierung, Digitalisierung, KI-Infrastrukturen sowie der steigende Chipanteil in Produkten und Systemen.
  • Es gibt Kostennachteile, aber sie sind überwindbar. Die Fertigung ist in Europa teurer als in anderen Regionen. In strategisch wichtigen Bereichen (z. B. Advanced Packaging) liegt der Kostenunterschied gegenüber den günstigsten Regionen in Asien jedoch lediglich bei 15 – 30 Prozent.
  • Europa verfügt weiterhin über wichtige Standortvorteile. Die Stärken Europas sind eine solide Infrastruktur, politische Stabilität und Rechtsstaatlichkeit. Aufholbedarf besteht in der Verfügbarkeit von Fachkräften, Förder- und Genehmigungsverfahren und komplexen regulatorischen Rahmenbedingungen.

Aus den Daten werden zudem konkrete Handlungsempfehlungen abgeleitet, wie sich Kostenstrukturen verbessern, Standortbedingungen stärken und die europäische Nachfrage stärker in technologische Wertschöpfung und Technologieführerschaft übersetzen lassen.

Zur Studie

Die Studie wurde von ZVEI, FME, dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) und dem niederländischen Ministerium für Wirtschaft und Klimapolitik (EZK) in Auftrag gegeben und von Strategy& durchgeführt. Zahlreiche Mitgliedsunternehmen des FME und des ZVEI haben das Studiendesign sowie die Validierung der Daten maßgeblich unterstützt. 

 

 

Quelle: ZVEI e. V.

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