Rückblick auf den Kongress „Digitale Städte – Digitale Regionen“ in Marburg
Was vor acht Jahren begann, ist inzwischen zu einer festen Instanz innerhalb der Smart Region-Community geworden. Auf Einladung der Hessischen Digitalministerin Prof. Dr. Kristina Sinemus kamen am 1. Juni im Lokschuppen Marburg über 400 Akteurinnen und Akteure aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft zum achten Landeskongress „Digitale Städte – Digitale Regionen“ zusammen.
Folgende Themen standen dieses Jahr im Fokus:
• Fast smart Regions – Quick Wins für die Verwaltung
• Secure smart Regions – Digitalisierung für mehr Resilienz
• Sustainable smart Regions – Nachhaltigkeit durch Digitalisierung
Am Vormittag stellte Prof. Dr. Michèle Knodt, DiReX-Direktorin in einem Impulsvortrag hervor, welche aktuellen Konzepte und Innovationen aus der Forschung zu digitaler Resilienz hilfreich sind, wenn durch einen Anschlag die Strom- und Wärmeversorgung betroffen wäre. Im Anschluss wurde den Kongressteilnehmenden unter anderem das breite Unterstützungsangebot des Landes für hessische Kommunen zu digitalen Themen vorgestellt. Darunter
- das Förderprogramm für smarte Kommunen und Regionen im Programm „Starke Heimat Hessen",
- der KI-Marktplatz für Hessens Kommunen,
- das Beteiligungsportal Hessen für Kommunen,
- das OpenData-Portal Hessen,
- die kostenlose Digitalisierungsberatung „Digi-Expert-kommunal",
- der Tourismus-Hub Hessen,
- das Aktionsprogramm Kommunale Cybersicherheit.
Mit dem Format „Mein Digital – Dein Digital“ wurde es dann interaktiv. Überall trafen sich Gruppen, um über ein Thema, das sie besonders interessierte zu sprechen: von Digitalisierung im ländlichen Raum über Kulturwandel und Change bis zu KI in der Verwaltung.
Wer sich tiefergehend mit aktuellen Themen auseinandersetzen wollte, konnte dies in den Community-Sessions am Nachmittag. Ganze 25 Sessions standen zur Auswahl. So konnten sich Interessierte beispielsweise über KI-Assistenz in der Praxis am Beispiel des Agentic AI Hub des Bundesministeriums für Digitalisierung und Staatsmodernisierung informieren, die die Verwaltung der Stadt Frankfurt unterstützt. Wer sich für Energiesharing im Krisenfall interessierte, war in der Session von Frau Prof. Dr. Michèle Knodt und Frau Dr. Elisa Berg von der TU Darmstadt gut aufgehoben. Im Fokus stand hier, die Funktionsfähigkeit kritischer Infrastrukturen aufrechtzuerhalten und gleichzeitig als Kommune handlungsfähig zu bleiben.
Sie möchten sich einen Überblick über die Sessions verschaffen? Dann finden Sie hier weitere Informationen und Dokumente zum Download einzelner Sessions, die durch die Sessiongebenden zur Verfügung gestellt wurden.
47 Ausstellende zeigten in der Expo eine große Bandbreite an Lösungen. Die Beispiele reichten von digitaler Resilienz und digitalen Bürgerbüros über Fördermittelmanagement, digitale Zwillinge, Stadt-Apps und immersive Welten bis hin zu aktuellen Anwendungen im Bereich Offene Urbane Datenplattformen – um nur einige wenige zu nennen. Dabei gab es neben den Ständen im Inneren des Lokschuppens auch spannende Exponate im Außenbereich, wie zum Beispiel ein smartes System für Fahrradabstellanlagen.
Abgerundet wurde der Tag mithilfe eines KI-Tools, das allen Kongressteilnehmenden eine besondere Form des Feedbacks ermöglichte: Alle sprachen gleichzeitig in ihr Smartphone und reflektierten den Kongresstag. Sekunden später erschien das kollektive Ergebnis auf der Leinwand. Das Fazit: Der Kongress bot eine Vielzahl konkreter, praxisnaher Impulse für hessische Kommunen und darüber hinaus. Vielen Dank an alle, die durch die vielfältigen Angebote zu einem erfolgreichen Kongresstag beigetragen haben.
Eindrücke des Tages und weitere Momentaufnahmen finden Sie hier.