Deutschland, Österreich und Luxemburg bringen gemeinsame eSAF-Förderung auf den Weg
Auf der Grundlage eines Doppelaktionsmechanismus werden dabei Produzenten und Konsumenten zusammengebracht, um die sogenannte Henne-Ei-Problematik zu überwinden: Produzenten benötigen langfristige Abnahmeverträge, um Investitionsentscheidungen abzusichern. Abnehmer schließen Verträge für Flugkraftstoffe dagegen typischerweise über deutlich kürzere Zeiträume ab. Diese zeitliche und wirtschaftliche Lücke erschwert bislang den Bau neuer Produktionsanlagen. In einem wettbewerblichen Verfahren werden nun auf der einen Seite Angebote von eSAF-Produzenten und auf der anderen Seite die Nachfrage von Abnehmern ermittelt. Die resultierende Preislücke wird von staatlicher Seite mit entsprechenden Förderungen kompensiert. Hierzu wird Deutschland bis zu zwei Milliarden Euro, Österreich und Luxemburg jeweils bis zu 60 Millionen Euro bereitstellen.
Dadurch können langfristige Produktionsperspektiven mit wettbewerblichen Abnahmebedingungen verbunden werden. Mit dem Förderinstrument sollen finale Investitionsentscheidungen für neue eSAF-Produktionsanlagen ermöglicht werden, um den Markt für die Abnahme des Kraftstoffs weiter zu skalieren und damit die Luftfahrt klimafreundlicher zu machen.