Förderung von Use Cases für die modellhafte und versorgungsrelevante Anwendung von In silico-Methoden in der Medizin
Die vorliegende Förderrichtlinie hat zum Ziel, medizinischen Fortschritt entlang der gesamten Wertschöpfungskette durch In silico-Modellierungen zu beschleunigen. Dabei soll ein Mehrwert im Vergleich zu etablierten Forschungsansätzen aufgezeigt werden, der sich durch einen schnelleren, effizienteren oder sichereren Transfer von Erkenntnissen in die klinische Anwendung auszeichnet.
Die Ziele der Förderrichtlinie sind erreicht,
- wenn In silico-Modellierungen für bisher ungeklärte klinische Fragestellungen oder für ungelöste wissenschaftliche Hindernisse entwickelt wurden,
- wenn diese Modellierungen Fragestellungen aus der gesamten Translationskette (Grundlagenforschung, Präklinik, Klinik) adressiert haben,
- wenn die Sekundärnutzung der entwickelten Modelle und gegebenenfalls entstandenen Daten möglich ist und
- wenn die wissenschaftliche Community gestärkt ist, so dass zum Beispiel Doppelentwicklungen vermieden werden.
Gefördert wird ein Scoutingwettbewerb. Dieser besteht aus einer Machbarkeits-Phase, gefolgt von einer Realisierungsphase. In der Machbarkeits-Phase werden interdisziplinäre Forschungsverbünde gefördert, um die Machbarkeitskonzepte für die Use Cases zu entwickeln. Die Gewinner des Wettbewerbs erhalten die Möglichkeit, ihre Vorhaben als Use Case in einer Realisierungsphase umzusetzen.