Hessen startet landesweites Cluster für Sicherheits- und Verteidigungsindustrie
Das Hessische Wirtschaftsministerium fördert den Betrieb eines neuen landesweiten Innovationsclusters für die Sicherheits- und Verteidigungsindustrie mit 600.000 Euro. Das Cluster nimmt zum 1. September 2026 seine Arbeit auf und wird beim Hessischen Industrie- und Handelskammertag (HIHK) in Wiesbaden angesiedelt. Gemeinsam mit den zehn hessischen Industrie- und Handelskammern sollen Unternehmen, Forschungseinrichtungen und weitere Akteure besser miteinander vernetzt, vorhandene Kompetenzen sichtbarer gemacht und neue Kooperationen ermöglicht werden.
„Die Sicherheitslage in Europa hat sich verändert und damit auch die Anforderungen an unsere wirtschaftliche und technologische Handlungsfähigkeit. Hessen verfügt über starke industrielle Kompetenzen und innovative Unternehmen. Diese Stärke wollen wir gezielter zusammenbringen. Gerade kleinen und mittleren Unternehmen wollen wir den Zugang zu neuen Wertschöpfungsketten erleichtern und dafür sorgen, dass aus guten Ideen konkrete Kooperationen entstehen. Denn Resilienz bedeutet auch, wichtige Fähigkeiten und Technologien selbst entwickeln und sichern zu können“, sagte Wirtschaftsminister Kaweh Mansoori.
Hessische Kompetenzen besser zusammenbringen
Hessen verfügt über eine breite industrielle und technologische Basis für die Sicherheits- und Verteidigungsindustrie. Dazu gehören unter anderem Kompetenzen in der Fahrzeug- und Systemtechnik, Logistik, Instandsetzung und Sensorik sowie in Optronik, Laser- und Drohnentechnologien und IT. Das neue Cluster soll diese Kompetenzen landesweit zusammenführen und den Austausch zwischen Unternehmen, Start-ups, Hochschulen und Forschungseinrichtungen stärken.
Eine besondere Rolle spielen dabei sogenannte Dual-Use-Technologien, die sowohl für zivile als auch für Sicherheits- und Verteidigungsaufgaben eingesetzt werden können. Insbesondere kleine und mittlere Unternehmen sollen dabei unterstützt werden, Zugang zu sicherheits- und verteidigungsrelevanten Wertschöpfungsketten zu erhalten. Das Cluster soll unter anderem über regulatorische Anforderungen und Fördermöglichkeiten informieren sowie Ansprechpartner und geeignete Kooperationspartner vermitteln.
Vernetzung, Wissenstransfer und gemeinsame Projekte
Geplant sind Fachveranstaltungen, Workshops und weitere Vernetzungsformate. Darüber hinaus soll das Cluster den Wissens- und Technologietransfer zwischen Wirtschaft und Wissenschaft stärken und die Entwicklung gemeinsamer Projekte unterstützen.