Neue Studie des Frankfurter ESI: Atemtechniken könnten therapeutische Effekte psychedelischer Substanzen ersetzen
Eine aktuelle wissenschaftliche Untersuchung zeigt, dass Zirkularatmungstechniken veränderte Bewusstseinszustände auslösen können. Diese Erkenntnis gewinnt vor allem vor dem Hintergrund an Bedeutung, dass psychedelische Substanzen zwar vielversprechende Effekte in der Behandlung von Angststörungen, Depressionen und posttraumatischen Belastungsstörungen zeigen, ihr therapeutischer Einsatz jedoch aufgrund gesetzlicher Verbote und strenger Zulassungsauflagen stark eingeschränkt ist. Den Studienergebnissen zufolge könnten gezielt eingesetzte Atemtechniken eine nicht-pharmakologische Alternative darstellen. Sie ermöglichen es, therapeutisch gewünschte veränderte Bewusstseinszustände direkt zu erreichen – ohne den Einsatz von Medikamenten und ohne regulatorische Hürden. Damit eröffnen sich neue Perspektiven für die Behandlung verschiedener psychiatrischer Erkrankungen und für den breiteren Einsatz innovativer Therapieansätze in der klinischen Praxis.