Analyse von Wasserstofferzeugungspotenzialen und Identifikation geeigneter Elektrolysestandorte in Hessen
Neue Publikation zum Thema Elektrolyse in Hessen
Wo liegen die größten Potenziale für erneuerbaren Wasserstoff in Hessen? Welche Standorte eignen sich für Elektrolyseure? Und unter welchen Rahmenbedingungen wird Wasserstoff wirtschaftlich tragfähig?
Antworten auf diese Fragen liefert die jüngst veröffentlichte Studie des Technologieland Hessen zur „Analyse von Wasserstofferzeugungspotenzialen und Identifikation geeigneter Elektrolysestandorte in Hessen“.
Im Fokus der Betrachtung stehen zentrale Fragestellungen für den Ausbau der Erzeugungskapazitäten für Wasserstoff, unter Berücksichtigung der spezifischen Gegebenheiten in Hessen:
- Welche regulatorischen und landesplanerischen Rahmenbedingungen haben Einfluss auf die Standortwahl?
- Welchen Reifegrad haben die verschiedenen Elektrolysetechnologien und was sind realistische Parameter?
- Wie ist die Kostenstruktur für erneuerbaren Wasserstoff „made in Hessen“?
- Was sind die „Stellschrauben“ für eine kostenoptimale Erzeugung?
- Welche Auswirkungen hat der Betrieb von Elektrolyseuren auf das Stromnetz, insbesondere hinsichtlich der Netzdienlichkeit?
Die Studie bietet eine kompakte und praxisnahe Entscheidungsgrundlage für den weiteren Ausbau von dezentralen Erzeugungskapazitäten für Wasserstoff. Es zeigt sich, dass Hessen über substanzielle Potenziale für eine lokale Wasserstofferzeugung verfügt, denen bis zum Aufbau leitungsgebundener Versorgungsstrukturen eine wichtige Rolle zukommt. Die Erzeugungskosten werden dabei tendenziell sinken und ermöglichen ein zunehmend breiteres Spektrum an Anwendungen. Die Studie differenziert zudem in verschiedene Fallbeispiele beim Einsatz von Elektrolyseuren, um die relevanten Faktoren und jeweiligen Sensitivitäten für einen wirtschaftlichen Betrieb aufzuzeigen. Wichtig ist ebenfalls die Berücksichtigung der lokalen Stromnetz-Infrastruktur und deren verfügbare Kapazitäten. Elektrolyseure als steuerbare Lasten können dazu beitragen, Angebotsspitzen bei der Erzeugung von erneuerbarer Energie besser zu nutzen und Netzausbaubedarfe an der Schnittstelle zu vorgelagerten Netzebenen zu senken.
Die Studie wurde im Auftrag des Hessischen Wirtschaftsministerium durch die Landesstelle erstellt. Ein besonderer Dank gilt EY Real Estate GmbH für die Umsetzung sowie allen Partnern, die mit Erfahrungswerten aus der Praxis unterstützt haben.
Oliver Eich
Projektleitung Landesstelle Wasserstoff
Mathias Fleck
Landesstelle Wasserstoff