Zirkulär bauen: Bestand erhalten, Kreisläufe schließen
Statt Gebäude abzureißen und rohstoff- sowie emissionsintensiv neue zu errichten, sollte der Bestand möglichst erhalten und flexibel an Wohnbedürfnisse angepasst werden. Baumaterialien sollten konsequent wiederverwendet und im Kreislauf geführt werden. Durch Bestandserhalt werden weniger neue Flächen versiegelt und weniger Primärrohstoffe verbraucht – ein wichtiger Beitrag in Zeiten knapper Ressourcen und wachsender Nutzungskonflikte. Schadstofffreie Materialien erleichtern die Wiederverwendung und dienen direkt der Gesundheit der Bewohner:innen.
Kreislaufgerechtes (Um-)Bauen kann schon heute kostengünstiger sein als eine konventionelle Ausführung, vor allem, wenn der ganze Lebenszyklus der Bauprodukte in die Bewertung einbezogen wird. Damit zirkuläres Bauen stärker in die Umsetzung kommt, hat der SRU fünf Ansatzpunkte identifiziert: Digitalisieren, Qualifizieren, Fördern, Kreisläufe durch rechtliche Steuerung schließen und die Vorbildfunktion der öffentlichen Hand.