Basiskurs Wasserelektrolyse
Das DECHEMA-Forschungsinstitut (DFI) erweitert sein Weiterbildungsangebot um ein neues, praxisorientiertes Kursprogramm im Themenfeld Wasserstoff. Der Schwerpunkt liegt auf Elektrolyseurtechnologien – einer Schlüsseltechnologie für den Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft. Das Programm wurde im Rahmen des Wasserstoff-Leitprojekts H2Giga entwickelt, erprobt und evaluiert. Ziel war es, ein bedarfsgerechtes und modular aufgebautes Qualifizierungsangebot zu schaffen, das sich an den aktuellen Anforderungen aus Industrie und Forschung orientiert.
Der H2Giga-Basiskurs Wasserelektrolyse richtet sich an Naturwissenschaftler, Ingenieure und Fachkräfte die sich als Neueinsteiger oder Quereinsteiger mit der Wasserelektrolyse beschäftigen.
Im ersten Teil des Kurses werden elektrochemische und prozesstechnische Grundlagen sowie Grundkenntnisse zu elektrochemischen Messmethoden vermittelt. Die Schwerpunkte werden hierbei auf die Prinzipien der elektrochemischen Reaktionen gelegt und verschiedene elektrochemische Zellen und Prozesse vorgestellt. Der Einfluss von Komponenten in elektrochemischen Zellen (Elektroden und Membranen) sowie von prozesstechnischen Parametern auf die elektrochemischen Reaktionen wird anhand verschiedener Beispiele erklärt und dadurch die Grundlagen zum Verständnis elektrochemischer Kinetik und der Elektrokatalyse gelegt. Die Anwendung elektrochemischer Messmethoden zur Charakterisierung von Elektrolyseuren wird anhand praktischer Beispiele diskutiert.
Im zweiten Teil werden die verschiedenen Elektrolyseverfahren (alkalische, saure Elektrolyse sowie Hochtemperatur-Elektrolyse) vorgestellt. Dazu werden detailliert die Eigenschaften und Herausforderungen im Aufbau und Betrieb von Elektrolyseuren erläutert und Anwendungsfälle beschrieben. Die wichtigsten Kenngrößen zur Charakterisierung der verschiedenen Elektrolyseurtypen werden vorgestellt und miteinander verglichen, typische Degradationsprozessen angesprochen.