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Bioinspirierte Medizin – Lösungen für die Diagnostik und Therapie  

Wissenschaftler, Start-ups und Unternehmen nutzen den Einfallsreichtum der Natur und die natürliche Rohstoffbasis und machen sie für die Medizin nutzbar, denn die Vorteile für das Gesundheitswesen sind enorm. Werden resorbierbare Implantate nicht mehr operativ entfernt, chronische Wunden mit biologischen Wirkstoffen geheilt oder die Medikamentenentwicklung durch Biochips beschleunigt, spart dies nicht nur Zeit und Kosten, sondern bietet auch neue Behandlungsoptionen für Ärzte und Patienten. Für Wissenschaftler und Anwender gilt dabei, die biologischen Funktionen zu analysieren, für eine technische Nutzung zu übertragen und in die medizinische Anwendung zu bringen.

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Bio. Innovationen. Stärken. als mehrtägiges Online-Seminar

3 Tage, 60 Minuten: In kompakten Themensessions werden an drei aufeinanderfolgenden Tagen Innovationen aus den Bereichen biobasierte Fertigung, regenerativen Medizin und künstliche Systeme vorgestellt. Abgerundet werden die einstündigen Sessions durch die Interaktion mit den Teilnehmern – während der Virtual Lab Tour, der Quick Exhibition und dem Blind Networking.

Dienstag, 3. November – Biobasiertes Kleben und Drucken: Neue Ansätze für die Medizin

  • Kleben in der Medizin bedeutet Kleben in wässrigen Umgebungen. Wo synthetische Kleber sich schwertun haben Miesmuscheln bereits eine Lösung entwickelt. Dr. Klaus Rischka vom Fraunhofer IFAM aus Bremen wird uns das große Anwendungspotential biologischer Klebesysteme für die Medizin und Medizintechnik zeigen.
  • Das Projekt 3DiM an der THM Gießen verfolgt das Ziel, den Transfer von Wissen und Technologien im Bereich 3D-Druck für die medizinische Anwendung zu fördern. Schon heute lassen sich Zellen und Organe, orthopädische Prothesen und dentale Implantate als auch Modelle für die Operationsplanungen drucken. Dr. Christina Zinecker wird uns einen Überblick über die vielfältigen Möglichkeiten geben.
  • Zusammen mit seinen Teamkollegen entwickelt Vinzenz Nienhaus vom Start-up Biovox aus Darmstadt Biopolymerwerkstoffe für die Medizintechnik. Die Idee: Mit dem biobasierten Material lassen sich resorbierbare Platten und Schrauben zur Behandlung von Knochenbrüchen drucken. Werden diese vom Körper abgebaut, entfällt das operative Entfernen. Das spart Zeit und Kosten.
  • VIRTUAL LAB TOUR: Das BioVox-Team nimmt sie mit ins Labor. Lernen sie den Produktionsprozess kennen - vom Biopolymer, über das 3D-Druckfilament bis zum fertigen Implantat-Modell.

Mittwoch, 4. November – Regenerative Medizin: Heilen und Wiederherstellen

  • Seit langem ist bekannt, dass die Larven der Goldfliege die Wundreinigung fördern. Forscher der BRAIN haben die Zusammenhänge entschlüsselt und das Enzym Aurase entwickelt. Bela Kelety vom Spin-off SolasCure stellt uns den innovativen Ansatz zur Behandlung chronischer Wunden vor.
  • Mit Stammzellen lässt sich die natürliche Heilkraft des Körpers nutzen. Unter drei Technologieplattformen entwickelt Unicyte innovative Therapieansätze zur Behandlung von Nieren- und Lebererkrankungen, Diabetes und Krebs. Dr. Daniel Gau wird uns von der vorklinischen und klinischen Forschung berichten.
  • Unter der Leitung von Prof. Dr. Marcus Jäger an der Universität Duisburg-Essen nutzt das Start-up TissueFlow das hohe Regenerationspotential von körpereigenen Zell-Gewebe-Gemischen zur Behandlung von Knochendefekten. Wird dieses Material  bei Operationen am Knochen aufgefangen, kann es den Patienten mit Hilfe des eigens entwickelten chirurgischen Saugansatz "BoneFlo" wieder zugeführt werden.
  • QUICK EXHIBITION: Für die Designentwicklung von Boneflo arbeitete TissueFlow mit seinem Partner Roth Plastic Technology zusammen. Anhand eines virtuellen 3D-Modells wird uns Sebastian Herrmann die Herausforderungen des Produktdesigns zeigen - im Browser oder als Augmented Reality direkt auf Ihrem Schreibtisch.

Donnerstag, 5. November – Künstliche Systeme: Nach dem Vorbild der Natur

  • Der LOEWE Schwerpunkt iNAPO an der TU Darmstadt entwickelt synthetische Nanoporen nach biologischem Vorbild. Das Team um Prof. Wolfgang Ensinger hat Sensoren entwickelt, mit dem eine Vielzahl von Substanzen direkt vor Ort gemessen werden können.
  • Zusammen mit dem israelischen Unternehmen Beta-O2 technologies entwickelte Prof. Barbara Ludwig von der TU Dresden ein künstliches Pankreassystem, das einen Bio-Reaktor mit alternativen Inselzellen enthält. Mit dem neuen System lässt sich die Diabetestherapie revolutionieren.
  • Bei dem von TissUse entwickelten "Human-on-a-Chip“ handelt es sich um einen objektträgergroßen, mikrofluidischen Chip, auf dem mehrere Organmodelle miteinander verbunden sind. Reyk Horland wird uns das Potential der Technologieplattform aufzeigen, die einen einzigartigen Einblick auf systembiologischer Ebene für die Medikamentenentwicklung und Therapie ermöglicht.
  • BLIND NETWORKING: Vernetzen Sie sich mit den Teilnehmern! Melden Sie sich fürs Blind Networking und füllen Sie ihr Kurzprofil im Zuge der Anmeldung aus. Das Matchmaking übernehmen wir. Am Ende der Veranstaltung treffen Sie ihr Match in einer Videokonferenz zum gemeinsamen Austausch und Gespräch.
Ansprechpartner
Janin Sameith
Janin Sameith

Dr. Janin Sameith

Projektleitung Life Sciences & Bioökonomie
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+49 611 95017 8262 janin.sameith@htai.de
Hendrik Pollmann
Hendrik Pollmann

Dr. Hendrik Pollmann

Projektmanager Life Sciences & Bioökonomie
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