Der Nationale Wasserstoffrat (NRW) hat im Jahr 2024 ein sogenanntes Grundlagenpapier mit aktualisierten Zahlen für zukünftigen Bedarfen an Wasserstoff und Wasserstoffderivaten in Deutschland veröffentlicht.
Das Pamphlet resultiert aus einer Datensammlung mit Bedarfsangaben der Branchen aus Prozessindustrie, Verkehrs- und Transportsektor sowie Strom- und Wärmemarkt, die durch den Nationalen Wasserstoffrat plausibilisiert wurden.
Die Bedarfe im Jahr 2030 werden aufgrund einer robusten Nachfrage nach Wasserstoff aus der Stahlindustrie und dem Schwerlastverkehr auf ca. 94–125 TWh geschätzt (NWR 2024a). Der Mindestbedarf von 94 TWh für das Jahr 2030 ist somit um 68 % höher im Vergleich zur Bedarfsprognose im Februar 2023 (NWR 2023), die einen Mindestbedarf von 56 TWh ermittelt hatte, die Menge, die derzeit noch ganz überwiegend aus fossilen Energieträgern gewonnen wird (NWR 2021).
Für das Jahr 2030 ist somit ein beträchtlicher Ausbau der Wasserstoffproduktionsanlagen erforderlich. Der prognostizierte höhere Bedarf rührt auch daher, dass weitere Industriezweige in die Bedarfsermittlungen mit einbezogen wurden.
Durch die Meldungen der entsprechenden den Wasserstoffbedarfe wird der Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft entschieden nach vorne gebracht und gefördert und somit der weitere Aufbau des Wasserstoffnetzes wie auch der Verteilnetze beschleunigt und gefördert.
Unterstützt werden somit auch die Verteilnetz/Netzbetreiber bei der Nutzung bereits vorhanden Infrastruktur und Umstellung bzw. Umwidmung des Netzes auf klimafreundlichen Wasserstoff. Zudem werden die zukünftig notwendigen Kapazitäten besser und detaillierter geplant werde können. Dadurch wird wesentlich zur Sicherstellung und sicheren Verfügbarkeit von ausreichenden Wasserstoffversorgungskapazitäten beigetragen werden können.