Additive Manufacturing Center: Die Brücke zwischen Wissenschaft und Wirtschaft im 3D-Druck

Das Additive Manufacturing Center (AMC) ist das Zentrum für Technologie- und Wissenstransfer rund um additive Fertigungsverfahren der Technischen Universität Darmstadt. 2023 eröffnet, vereint es auf 1.160 Quadratmetern Nutzfläche Forschung, Weiterbildung und Industriekooperation unter einem Dach und versteht sich als zentrale Anlaufstelle für die digitale Transformation der industriellen Fertigung. Dreizehn Fachgebiete aus den Bereichen Maschinenbau, Material- und Geowissenschaften sowie Bau- und Umweltingenieurwissenschaften arbeiten im AMC zusammen, um insbesondere kleinen und mittelständischen Unternehmen die additiven Fertigungstechnologien mit ihren vielfältigen Möglichkeiten zugänglich zu machen und so ihre Wettbewerbsfähigkeit zu stärken.

Das Konzept: Die vollständige additive Prozesskette unter einem Dach

 

Das Alleinstellungsmerkmal des AMC ist die Abbildung der gesamten additiven Fertigungsprozesskette - von der Rohstoffaufbereitung über Bauteildesign, digitale Prozesskette und Fertigung bis hin zur Nachbearbeitung. Dabei stehen durch spezialisierte Anlagen wie laserbasierte Pulverbett-Drucker und DED-Systeme vor allem Metallverfahren im Fokus. Projekträume für interdisziplinäre Zusammenarbeit, ein CAD-Labor für die digitale Prozesskette sowie ein MakerLab runden das Angebot ab.

 

Impressionen

Umfassendes Schulungsprogramm entlang der Prozesskette

Die Workshops des AMC decken die gesamte Prozesskette ab:

Design und Produktentwicklung

Einführung in die AM-gerechte Gestaltung, methodische Produktentwicklung, Topologieoptimierung und Integration zellulärer Bauteilstrukturen.

Prozessführung und Materialqualifizierung

Workshops zu Prozess- und Materialqualifizierung für PBF-LB/M- und DED-Verfahren, datengetriebene Prozessadaption, digitaler Prozesszwilling sowie Datenverarbeitung in der additiven Fertigung.

Nachbearbeitung, Analytik und Zertifizierung

Nachbearbeitung additiv hergestellter Bauteile, Werkstoffanalytik, strukturmechanische Eigenschaften sowie Einführung in Zertifizierung und Normen der Additiven Fertigung.

Werkstoffe, Sicherheit und Sonderthemen

Grundlagen zu Werkstoffen in der additiven Fertigung, Arbeitssicherheit im Umgang mit Metallpulvern, Low-Cost-3D-Druck, 3D-Bioprinting sowie individuelles Consulting für spezifische Unternehmensfragestellungen.

Als öffentliche Lernfabrik bieten wir einen praxisnahen Einblick in die Möglichkeiten und Grenzen der additiven Fertigung.
Michael Krämer

In aller Kürze: Interview mit Geschäftsführer Dr.-Ing. Michael Krämer

Mit welchen Fragen oder Anliegen kommen Unternehmen am häufigsten auf Sie zu?

Unternehmen wenden sich häufig mit Fragen zur Machbarkeit additiv gefertigter Bauteile an uns, insbesondere wenn es um Designfreiheit, Werkstoffwahl oder wirtschaftliche Bewertung geht. Zudem ermöglichen wir regelmäßig Prototypenfertigungen in unserem öffentlichen Technikum, um gemeinsam mit dem Kunden neue Anwendungen schnell zu evaluieren und in Richtung Serienfähigkeit zu entwickeln.

Warum lohnt es sich für Unternehmen, gerade Ihre Lernfabrik zu besuchen?

Das Additive Manufacturing Center ist für Unternehmen ein attraktiver Partner, weil wir die gesamte additive Prozesskette aus einer Hand abbilden. Unternehmen erhalten dadurch einen realistischen, praxisnahen Überblick über Chancen, Grenzen und Anforderungen der Additiven Fertigung. Gleichzeitig ermöglicht der direkte Austausch mit unseren Expertinnen und Experten eine fundierte Einschätzung konkreter Anwendungen und Umsetzungsmöglichkeiten.

Wie kann ein Unternehmen auch nach einem Besuch Ihrer Lernfabrik von einer Zusammenarbeit profitieren?

Auch nach einem Besuch profitieren Unternehmen von der Zusammenarbeit, da wir am AMC eine Vielzahl an Untersuchungs-, Analyse- und Testmöglichkeiten bieten, welche gerade in kleinen und mittelständischen Unternehmen nicht wirtschaftlich abgebildet werden können. Dadurch lassen sich neue Verfahren schneller einführen sowie Fertigungsprobleme systematisch verstehen und lösen. Zusätzlich können wir zukünftige Mitarbeitende gezielt vorab schulen und so das Onboarding im Bereich additive Fertigung effizient unterstützen.

Kontakt

Technische Universität Darmstadt
Additive Manufacturing Center (AMC)
Ottilie-Bock-Straße 1
64287 Darmstadt

Dr.-Ing. Karl Michael Krämer
Ansprechpartner
06151 16-25302
michael.kraemer@tu-darmstadt.de

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